Convivio smart kitchen.
den Tag verschönern.

Entspannter kochen. Offener kommunizieren.

Wir sind viel um die Welt gereist, haben viele Menschen getroffen und Zeit in Küchen verbracht. Was haben wir dabei gelernt? Zum Beispiel, dass Menschen sich überall in und um Küchen herum treffen, dort gerne und viel gemeinsame Zeit verbringen. Mit der Familie, mit Freunden, mit Gästen. Und, dass die Küche weltweit der zentrale Ort des Hauses ist. Kochen ist Austausch, Geselligkeit, Teilhabe und ... Freude. Zusammen mit Gestaltern haben wir die Küche mit einer Sonne verglichen, um die sich die anderen Räume anordnen: Die Küche als Lebensmittelpunkt und die Räume drum herum als Rückzugsorte. In der modernen Architektur gehen Küche und Wohn-/Essbereich heutzutage oft ineinander über. Haben Sie nicht auch schon gedacht, dass Sie dort gerne beides hätten? Rückzug und Gemeinschaft? Wahlweise! An der Lösung dieser und weiterer Herausforderungen haben wir gearbeitet und das Design auf das Wesentliche, das Funktionale und auf die Ästhetik reduziert. Wir entwickeln die Küche „sonnig“, von innen heraus und verbinden das Design mit kluger Technik und ergonomischen Lösungen. Unser System „Mirabilis“ resultiert daraus. So folgt die Empfindung von Schönheit aus der Freude an der Nützlichkeit. Und das wiederum ist jeden Tag eine Bereicherung.

Das Unternehmen convivio

Küchen: Raum für Inspiration, Konzentration, Begegnung.

Es steckt ein großer Erfahrungsschatz und Leidenschaft in unseren Küchen. Wir schätzen Design, wir kennen die Möbelbranche und die italienische Küchenindustrie. Gleichzeitig sind wir in eine italienisch-deutsche Großfamilie, erleben tagtäglich die faszinierende Mischung aus deutscher und italienischer Tradition und Kultur. Und versuchen, das Beste aus beiden Kulturen zu leben, die einander nahe sind, und doch verschieden. Wir kochen, essen und genießen gerne, wir sind viel in unserer Küche und nehmen sie auch gerne als Treffpunkt. Manchmal wollen wir uns auch dorthin zurückziehen und in Ruhe Neues ausprobieren.

Wir haben es gerne, wenn alles seinen Platz hat, wenn Form und Funktion sich nicht bloß gegenseitig folgen, sondern verschmelzen. Deshalb entwickeln und gestalten wir Küchen, die smart, lässig, funktional und in ihrer Schlichtheit so elegant sind, dass wir uns die Freiheit nehmen, sie mitten in den Raum zu stellen. Agilität ist uns wichtig, zum Beispiel mit dem System Mirabilis, das Open Spaces mit einem Handgriff in Kücheninseln oder in den Raum integrierte Küchen verwandelt.

Unser Küchen-Manifest
  1. Wir bewahren Bewährtes und wir erkennen den Raum, Dinge anders zu machen. Wir sehen die Vielfalt und die Bedürfnisse der Menschen und wollen, dass unsere Küchen zu den Menschen passen. Menschen sind individuell. Auch Küchen müssen sich nicht zum Verwechseln ähnlich sehen. Es gibt Raum für Neues.
  2. Wir schätzen Design und Funktion. In unseren Küchen stecken Erfahrung und Besonnenheit. Nichts ist gedankenlos gestaltet. Wir haben Freude an Verlässlichkeit, an Anmut und an Präzision.
  3. Eine Küche ist ein komplexes Produkt, das aus mehr als 1000 Einzelteilen pro Küche besteht und individuell geplant werden muss. Deshalb legen wir großen Wert auf verlässliche, vertrauensvolle Beziehungen mit unseren Lieferanten und Partnern. Damit können wir die besten Küchen zu den Menschen bringen.
  4. Service und Planung sind neben Preis, Funktion und Design elementar.
  5. Wir unterscheiden uns bezüglich des Produktes als auch bezüglich der Arbeitsprozesse. Wir sind damit einer der wenigen Küchenhersteller, der konsequent auf 4.0 setzt. Wir fertigen effizient und intelligent. Alle Arbeitsschritte vom ersten Entwurf des Designers bis zur Verpackung und später zum After-Sales-Service sind miteinander vernetzt. Wir nutzen technische Möglichkeiten konsequent und schöpfen das damit verbundene Potential aus. Die Vorteile geben wir an unsere Partner und Kunden weiter.

Unsere highlight produkte

Mirabilis – Der Raumgeber

Mit dem eleganten Schließsystem Mirabilis können Sie ab 220 cm Raumhöhe sofort geschlossene oder offene Wohnsituationen schaffen. Wenn Sie die Küche oder die beim Kochen entstandene Unordnung aus dem Blickfeld haben wollen, gleiten zwei waagrechte Fronten elegant nach unten. Sie trennen die Küche vom Wohnbereich oder verbergen den Arbeitsbereich über der Arbeitsplatte. So genießen Sie wahlweise die Vorteile des Open Spaces oder der geschlossenen Küche. Sie entscheiden sich für Bewegungsfreiheit, für eine kleine, ruhige Verwöhnpause, für das Zusammensein oder für das Für-Sich-Sein. Das Schließsystem Mirabilis öffnet und schließt sich mit lautloser Präzision, mit Leichtigkeit und Eleganz. Für kleine bis ganz große Lösungen.

Plus – Der Glücksgriff

Es sind die besonderen Dinge, über die wir uns am längsten freuen. Zum Beispiel über diesen patentierten Griff, der sich elegant in den Kehlen der Küchenfront verbirgt. Dabei wird auf der Rückseite der Griffkehle erneut das Front-Dekorpaneel eingefügt. Er ist funktionales Element mit Gestaltungskraft. Mit diesem Griffsystem ist es möglich, die Linienführung Ihrer Küche horizontal oder vertikal aufzugreifen, weil die Kehle intelligent genutzt ist. Weil man Farben und Materialien frei wählen kann, haben Sie viele Gestaltungsmöglichkeiten: Entweder Sie bleiben bei Farbe und Materialität in der Linie Ihrer Küche oder setzen bei der Farb- und Materialwahl Akzente.

Millimetergenaue Individualität

Formate wie gewünscht. Keine Kompromisse. Convivio-Küchenelemente gibt es millimetergenau. Das klingt selbstverständlich, ist es aber nicht. Im Normalfall arbeiten Küchenhersteller und damit auch Küchenplaner mit Modulen von 30, 45, 60, 90, und 120 cm. Wenn bei der herkömmlichen Küchenproduktion die Küchengröße nicht in das Standardmaß passt, werden Verblendungen als „Platzfüller“ eingesetzt oder teure Elemente mit Sondermaßen angefertigt. Bei Convivio gehen wir den anderen Weg: Wir sind dank 4.0 in der Lage, für jede bestellte Küche alle Küchenelemente auftragsabhängig in den vom Kunden gewünschten Maßen zu fertigen. Kompromisse oder unästhetische Verblendungen gibt es bei uns nicht, sondern immer die individuelle Küche für unterschiedliche Menschen und Bedürfnisse. Ohne Mehrkosten.

»Was für mich Küche ist? Mehr als nur ein Raum. Weil wir dort gemeinsam essen, uns unterhalten und austauschen, mit Familie und Freunden zusammen sind.«
Leandro Cappellotto

Fronten

Gutes Design ist die Summe gut gelöster Details: Aluminiumrahmen stellen die beste Lösung dar. Das beweisen langjährige Erfahrung, Forschung und Entwicklung. Den Aluminiumrahmen sieht man nur, wenn man sich die Rückseite der Front anschaut. Dieser Rahmen trägt das ausgewählte Paneel, z. B. Laminat, Glas, Holz oder Keramik. Die Türen und Fronten sind komplett wasserfest und leichter als herkömmliche Fronten. Das wiederum wirkt sich positiv auf die Langlebigkeit von Scharnieren und Schubkastenführungen aus.

Laminat

Nur ausgewählte, hitzebeständige, belastbare und langlebige Materialien kommen in unsere Küchen. Wir arbeiten mit Werkstoffen, die speziell für beanspruchtes Interior-Design entwickelt wurde und die durch besondere Verfahren besonders oberflächengeschützt sind. Diese Verarbeitung schützt vor Fingerabdrücken, vor Kratzern und Folgen von Stößen, das Laminat ist wasserabweisend und leicht zu reinigen. Mit angenehmer Haptik und Mattigkeit.

Glas

Glas ist in seinen Varianten Hochglanz oder matt geätzt ein Material, das sich hervorragend für Küchen eignet, da es ein nicht poröses Material ist. Dadurch ist es sehr pflegeleicht und robust. Bei der Plus Front haben wir uns für eine Lackierung auf Wasserbasis entschieden und auf herkömmliche lackierte Paneele verzichtet, da Glas eine viel schönere Lacktiefe bietet und außerdem wesentlich schlag- und kratzfester ist. Mit seiner samtenen Wirkung passt es sich mit Leichtigkeit an das architektonische Konzept an. Verschiedene Farbvarianten lassen sich kombinieren. Ton in Ton oder kontrastreich.

Holz

Die Lebendigkeit und Natürlichkeit von Holz macht aus Küchen unverwechselbare Unikate. Maserungen und Holzfarben geben eine warme und sinnliche Ausstrahlung und prägen den Raum. Um die Wasserbeständigkeit sicherzustellen, verfügen unsere leichten und wasserlackierten Holzfronten über ein Laminatpaneel als Trägermaterial.

Keramik

Keramik hat eine warme, natürliche Anmutung. Durch den verstärkten Alurahmen sind die Fronten gleichzeitig robust und leicht und selbst bei intensiver Beanspruchung extrem widerstandsfähig. Dank des hohen Härtegrads ist Keramik abriebsicher, hitzebeständig und kratzfest, außerdem schmutzabweisend und leicht zu reinigen. Passen Sie Farbe und Oberfläche an Ihren Wohnstil an.

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Interview

mit Leandro Cappellotto,
Gründer convivio

Wie oft stehen Sie in der Küche?
Oft. Ich koche sehr gern. Als Italiener natürlich die traditionellen, italienischen, ersten Gänge aber auch ganz besonders gern zweite Gänge auf der Grillplatte.

Sind Sie ein Familienmensch?
Auf jeden Fall. Nachdem ich aus Valcucine ausgeschieden war, hatte ich endlich mehr Zeit für meine Familie. Eine Zeit, die für mich nicht nur schön, sondern auch sehr wichtig war. Wenn man beruflich stark eingebunden ist, dann vergisst man manchmal wie entscheidend der enge Kontakt zur Familie ist. Sie zu vernachlässigen bedeutet, wertvolle Zeit zu verlieren, die nie zurückkehrt, die einfach verloren ist. Gemeinsame Erfahrungen oder etwas gemeinsam zu bauen ist extrem wichtig. Es geht um positive Emotionen und um das Gefühl, woher man kommt und zu wem man gehört.

Sie haben eine enge Beziehung zu Deutschland. Wie kommt das?
Ich bin in Deutschland geboren und habe meine ersten Lebensjahre dort verbracht. Meine Eltern hatten eine Eisdiele in Walldürn im Odenwald. Als ich 6 war, sind wir nach Italien zurückgekehrt und mein Vater hat in Pordenone Valcucine gegründet. Die Jahre in Walldürn habe ich, wie auch meine Familie, immer als eine sehr schöne Zeit in Erinnerung behalten und vielleicht ist ja wahr, was meine Freunde sagen ... dort habe ich meine „deutsche Prägung“ mitbekommen. Nach Abschluss meines BWL-Studiums in Venedig habe ich mich dann entschlossen, an die Stätten meiner Kindheit zurückzugehen und .... wieder Deutsch zu lernen. Das hatte ich nämlich in der Zwischenzeit komplett vergessen. Bereits nach wenigen Monaten war ich jedoch in der Lage zu arbeiten und habe in einer Münchner Consulting-Firma begonnen, in der ich auch meine jetzige Lebenspartnerin kennengelernt habe. Mit ihr und unseren zwei – natürlich zweisprachigen Kindern - lebe ich heute in Pordenone. Nach den Jahren als Berater in München habe ich als Export-Manager für den deutschsprachigen Raum für einen großen Stühle- und Tischehersteller mit Sitz im italienischen Manzano gearbeitet. In der Zwischenzeit war Deutschland für Valcucine einer der wichtigsten Absatzmärkte geworden und sie baten mich zu ihnen zu kommen. Also ein Leben zwischen Italien und Deutschland!

Hatten Sie je eine Chance, woanders zu landen, als bei der Küche?
Ach, es gibt viele interessante Bereiche. Seit einigen Jahren fasziniert mich beispielsweise die Evolution/Entwicklung im Bereich der Fertighäuser, insbesondere was die Industrialisierung und das Green Building betrifft. Aber am Ende hängt mein Herz immer an den Küchen und ich habe mich entschlossen, in diesem Bereich zu bleiben. Der Küchensektor gefällt mir aus verschiedenen Gründen:

  1. Eine Küche ist ein komplexes Produkt, das aus mehr als 1000 Einzelteilen pro Küche besteht und das individuell geplant werden muss. Dies führt sowohl innerhalb als auch außerhalb des Unternehmens – also mit Vorlieferanten oder Handelspartnern beispielsweise – zu beständigen Beziehungen, die auf lange Sicht ausgerichtet sind. Dazu trägt auch der lange und aufwändige Lernprozess bei, der auf gegenseitigem Verständnis und Vertrauen basiert. Eine Zusammenarbeit, die auf kurze Zeiträume und schnelle Gewinne ausgerichtet ist, ist im Küchensektor nur schwer machbar. Für mich sind dauerhafte und vertrauensvolle Beziehungen äußerst wichtig und ich empfinde das Gefühl, sich auf den anderen verlassen zu können und gemeinsam etwas aufzubauen, als sehr befriedigend.
  2. Der Service und die Planung sind sehr wichtig. Der Wettbewerb ist nicht nur auf Preis und Design reduziert. Die Konkurrenz aus Niedrig-Lohn-Ländern ist damit begrenzt.
  3. Ein Großteil der Produktinnovationen in den letzten Jahren wurde durch Lieferanten von Materialien und Beschlägen angestoßen. Bei den Prozessinnovationen waren es die Maschinenhersteller. Das führte dazu, dass sich die Küchenproduzenten oft auf das bloße Zusammenbauen konzentriert haben. Und hier zählen vor allem Skaleneffekte. Hinzu kam die allgemeine Krise der letzten Jahre und in der Folge verschwanden viele kleine Unternehmen vom Markt. Eine „Artenvielfalt“ in Sachen Angebot, die verloren gegangen ist und zu austauschbaren und zum Verwechseln ähnlichen Produkten geführt hat. Kurz gesagt: Es gibt Raum für etwas Anderes und vor allem Raum, etwas anders zu machen.

Erzählen Sie uns, was der Name bedeutet?
Jedes Unternehmen versucht mehr oder weniger offensichtlich über seine Produkte oder Dienstleistungen dem Kunden das Gefühl von „Glücklich-sein“ zu verkaufen. Ich denke jedoch, dass Glück - oder auch Unglück - eher von den menschlichen Beziehungen abhängt. Sprachlich gesehen kommt „convivio“ aus dem Latein: convivium: Bankett, gemeinsames Festessen; convivo (cum+vivere): zusammenleben. Den Namen “convivio” habe ich gewählt, weil dahinter das Konzept eines Ortes steht, an dem man zusammentrifft, bei sich zu Hause, an dem man seine Zeit gemeinsam mit anderen verbringt. Unser Beitrag an das „Glücklich-sein“ sind Einrichtungslösungen, die den Ansprüchen des modernen Lebens genügen. Für den Raum, in dem wir gemeinsam essen, uns unterhalten und austauschen, uns am geselligen Zusammensein freuen, wo wir lachen und traurig sind, fröhlich und nachdenklich. In dem wir aber immer unsere Beziehungen, unsere zwischenmenschlichen Kontakte innerhalb der Familie oder mit Freunden genießen.

Was ist anders an convivio?
Convivio unterscheidet sich sowohl bezüglich des Produktes als auch bezüglich der Arbeitsprozesse und ist damit eine der wenigen Küchenhersteller im oberen Preissegment, der konsequent auf Industrie 4.0 setzt.

Was heißt das?
Jeder Produzent muss im gesamten Produktions- und Vertriebszyklus ein Gleichgewicht zwischen Kosten und Einnahmen finden, sonst kann er nicht überleben. Nur wenige Unternehmen konzentrieren sich dabei aber auf die wirklichen Kostenfaktoren und die liegen oft in einer ineffizienten Arbeitsweise, die die gesamte Wertschöpfungskette betrifft. Es gibt einige Hersteller von Standardprodukten im Niedrigpreissektor, die dieses Problem erfolgreich angegangen sind. Aber bisher gibt es keinen der kleineren Hersteller, der die technischen Möglichkeiten konsequent nutzt , das damit verbunden Potential ausschöpft und flexibel hochqualitative und maßgefertigte Küchen anbietet. Man hat sich zu sehr in eine Richtung konzentriert und denkt und produziert noch wie vor 20 Jahren!

Aber die heutigen Unternehmen nutzen doch bereits Maschinen, Computer und Software!
Natürlich haben Software und Computer Einzug gehalten. Aber es ist oft Stückwerk. Die Software des Designers kommuniziert beispielsweise nicht richtig mit der Produktionssoftware, zum Teil müssen Daten per Hand übertragen werden oder Fehler gesucht werden. Und es wird – notgedrungener Weise – „angestückelt“. Es ist jedoch viel effizienter, alles aus einem Guss zu fertigen, die einzelnen Arbeitsschritte vom ersten Entwurf des Designers bis zur Verpackung und den späteren After-Sales-Services miteinander zu vernetzen. So läuft auch die Kommunikation und Datenübertragung zwischen den Teilprozessen reibungslos, schnell und fehlerfrei. Die Technik dafür ist da, aber sie wird nicht oder nur teilweise eingesetzt.

Woran hängt es?
Oft mangelt es in den Führungsebenen schlicht an Fachwissen und Verständnis. Aber man sieht sich auch gewissen Beharrungskräften ausgesetzt, Kompetenzen und Machtstrukturen werden in Frage gestellt. Wir alle machen es doch am liebsten so, wie wir es immer gemacht haben. Bereits gekaufte Technik und Maschinen müssten ersetzt werden. Produkte, die nicht im Hinblick auf eine kostengünstige Fertigung, sondern ausschließlich unter dem Aspekt der Schönheit designt wurden, sorgen für hohe Kosten und eine ineffiziente Fertigung. Kurzum, es ist für ein bestehendes Unternehmen ein sehr großer Aufwand. Für ein neu gegründetes dagegen, das von Anfang an - vom Produktdesign, über die Fertigung bis zur Kundenpflege - die technischen Möglichkeiten von Industrie 4.0 nutzt und alle Abläufe unter diesem Blickwinkel optimiert, ist es jedoch möglich. Das erlaubt, die eingesparten Kosten als günstigere Preise an den Endkunden weiterzugeben. Und genau das tun wir bei convivio. Nicht nur schön, sondern auch effizient.

Das betrifft die Seite „WIE“ sie arbeiten. Und „WAS“ machen Sie? Erzählen Sie uns vom Produkt!
Während meiner langjährigen Arbeit bei Valcucine bin ich zu der Erkenntnis bekommen, dass eine Küchenfront mit einem Aluminiumrahmen die beste aller Lösungen ist. Diesen Aluminiumrahmen sieht man, wenn man auf die Rückseite der Front blickt, während der Kunde für die sichtbare Vorderseite ein Dekorpaneel nach seinen Wünschen auswählt. Die Fronten – und damit „die Küche insgesamt“ – ist damit aus Glas, Holz, Laminat, Metall, keramische Materialien, MDF, usw. Wie der Kunde es möchte. Vorteil ist, dass die Tür komplett wasserfest ist (ein nicht ganz unwichtiges Detail in der Küche) und je nach verwendetem Material leichter als eine herkömmliche Front, was sich äußert positiv auf die Langlebigkeit von Scharnieren und Schubkastenführungen auswirkt.

Aber diese Lösung nutzen doch auch viele andere Küchenhersteller....
Das stimmt, wir bei convivio haben sie allerdings verbessert. In der grifflosen Variante – die funktionalste und aus ästhetischer Sicht sauberste Lösung – öffnet man die Tür über eine Griffkehle. Im Unterschied zu den meisten anderen Herstellern ist diese bei uns in die Front eingearbeitet und beansprucht damit nicht einen Teil des Platzangebotes im Küchenkorpus. Hinzu kommt an dieser Stelle eine patentierte Innovation von convivio: Wenn man von vorn auf Küche schaut, sieht man, dass die Griffkehlen waagerechte und senkrechte Linien bilden, die je nach Hersteller z.B. aluminiumfarbig, schwarz oder im besten Fall matt lackiert sind. Wir haben diese „Linien“ zu einem Stilelement gemacht. Der Kunde ist nicht an die vom Hersteller gewählte Farbe der Griffkehle gebunden, sondern kann die Rückseiten der Griffkehle – diese bilden optisch gesehen nämlich die „Linien“ – im gleichen Material (Glas, Laminat usw.) wie die Küchenfront wählen. Entweder in der gleichen Farbe, damit die Linien fast unsichtbar werden und die Küche ästhetisch sauber und elegant wirkt oder in einer anderen Farbe, um einen wirkungsvollen Kontrast zu setzen.

Viele moderne Einrichtungslösungen entscheiden sich für den sog. Open Space, bei dem Küche und Wohnraum einen großen Raum bilden. Aber nicht immer möchte man seine Küche mitten im Wohnzimmer haben...
Das sehen wir genauso und ich habe bereits im Jahre 2012 eine elegante und praktische Lösung für dieses Problem gefunden, diese patentieren lassen und in den letzten Jahren zur Marktreife weiterentwickelt. Unser System Mirabilis. In Open-Space-Lösungen werden je nach Raumsituation entweder Kücheninseln oder in den Wohnraum integrierte Küchen verwendet. In beiden Fällen bietet unser System Mirabilis die perfekte Lösung und beseitigt einige Nachteile, die ein Open Space mit sich bringt.

... die da wären?
Vom Wohnraum hat man einen freien Blick auf die Küche und umgekehrt. Das ist meistens schön, kann aber manchmal auch unerwünscht sein. Im Falle einer Kücheninsel kann man mit unserem System Mirabilis mit nur einer Handbewegung den Küchenbereich vom Wohnbereich trennen. Hat man „eine in den Wohnraum integrierte Küche“, kann man diese schließen. Dabei gleiten in beiden Fällen zwei waagerechte Fronten nach unten, die über die ganze Länge der Küchenzeile gehen und bis zur Raumdecke reichen können. Hinzu kommt noch ein weiterer Aspekt: Die Küche ist der Raum, in dem man wohnt, in dem sich auch z. B. Gäste aufhalten und in dem man sich wohlfühlen möchte. Er ist nicht mehr nur ein Ort, wo man putzt, wäscht, zubereitet, kocht, konserviert ... usw. Diese Entwicklung lässt sich schon seit längerem beobachten. So findet man gebürstetes Edelstahl als Material nur noch in Großküchen, die rein funktional sein müssen. Es werden heute auch bei den Elektrogeräten schicke und ästhetisch schöne Materialien und Farben verwendet, die Dunstabzugshauben sind „unsichtbar“ geworden und lassen sich in die Arbeitsplatte oder in einen Oberschrank integrieren oder es werden flache Deckenhauben verwendet. Die Sockelblenden werden, wie bei Wohnzimmermöbeln, möglichst niedrig gestaltet. Jalousieschränke mit Rollläden sind – obwohl äußerst praktisch - aufgrund ihres technischen Aussehens fast ganz verschwunden. Der allgemeine Trend ist also: Weg von der Ästhetik einer technischen „Arbeitsstätte“, hin zu einer Ästhetik von Wohnen, Einrichten, von Möbeln, die aber trotzdem alle Funktionen der Küche erfüllen muss. Mit Mirabilis haben wir diesen Trend konsequent weitergedacht und eine Möglichkeit entwickelt, die Küchenoptik vollständig in eine Möbeloptik zu verwandeln und nicht nur einzelne Elemente etwas schicker oder unauffälliger zu machen. In „ihrem Innersten“ bleibt die Küche aber immer Küche. Man sieht´s ihr nur nicht immer an...

Klingt nach Magie ;-)...
Und es hat noch einen praktischen Nebeneffekt: Wenn man mit dem Kochen fertig ist, ist die Küche normalerweise in Unordnung: benutzte Töpfe und Pfannen stehen herum, Reste von verwendeten Zutaten, das Kochfeld ist verschmutzt, usw. Früher konnte man dem Chaos entfliehen und entspannt im Esszimmer essen, indem man einfach die Küchentür zumachte.

Eine Option, die man bei einem Open Space nicht mehr hat. Oder doch?
Mit Mirabilis schließt man einfach den Arbeitsbereich, sobald das Essen auf dem Tisch steht! Familienmitglieder, Freunde oder Gäste schauen damit nicht auf die Hinterlassenschaften in der Küche, sondern sehen ein elegantes Möbelelement, welches perfekt integriert ein Gewinn für jeden Wohnraum ist.

Und wenn der Mirabilis geöffnet ist ....?
... dann kann man ganz normal in der Küche arbeiten. Die Öffnungsmechanik nach oben ist die aus praktischer und ergonomischer Sicht beste Lösung, da die geöffneten Fronten nicht im Weg sind. Mirabilis kann bei Küchen mit einer Tiefe von 60 cm bis zu einer Tiefe von 95 cm verwendet werden. Die Frontenlänge ist beliebig anpassbar und kann eine Länge von bis zu 3,60 m erreichen. Mirabilis kann an der Wand stehen oder auch in der Raummitte positioniert werden, wo er dann als Raumteiler fungiert.

Wichtig für den Endverbraucher ist ja nicht nur der Hersteller mit seinen Produkten sondern auch die Küchenplanung, die vor Ort im Küchenstudio gemacht wird ...
Das ist richtig. Auch hier gibt es entscheidende Verbesserungen. Dank der Digitalisierung bekommt der Endkunde mit convivio alle Küchenelemente millimetergenau. Das klingt selbstverständlich, ist es aber nicht! Im Normalfall arbeiten die Küchenhersteller und damit auch die Küchenplaner mit Modulen von 30, 45, 60, 90 und 120 cm. Wenn die Küche eine Länge aufweist, die nicht in dieses Raster passt, werden entweder Verblendungen als „Füllmasse“ eingesetzt oder teure Elemente mit Sondermaßen angefertigt. Wir bei convivio sind dank Industrie 4.0 in der Lage, für jede bestellte Küche alle Küchenelemente auftragsabhängig selbst zuzuschneiden, genau in den Maßen, die der Kunde wünscht. Millimetergenau in Breite, Tiefe und Höhe. Und ohne Mehrkosten. Wir sparen sogar noch, weil wir kein Lager von Fertigteilen haben. Und der Kunde bekommt eine Küche, die genau in seinen Raum passt mit genau der Korpusbreite, -höhe und -tiefe, die ihm gefällt. Kompromisse oder unästhetische Verblendungen muss er nicht mehr akzeptieren.

Ist auch die Umweltfreundlichkeit bei den Prozessen und beim Produkt berücksichtigt worden?
Selbstverständlich. Heutzutage müssten alle Firmen diesen Aspekt berücksichtigen. Wir sind gegen die "Wegwerfkultur" und wir haben darum auf Qualität und auf Langlebigkeit der Produkte gesetzt; Wir benutzen recyclebare Materialien wie Aluminium und Glas; das Produkt am Ende des Lebenszyklus ist komplett trennbar; die Spanplatte für die Korpi ist wasserabweisend, FSC (Holz aus kontrollierter Aufforstung) und CARB2 (niedriger Formaldehyd-Ausstoß) zertifiziert; Heizung und Abkühlung von Produktionshalle und Büros werden mit effizienten Wärmepumpen erzeugt; das Gebäude ist saniert und gedämmt worden.

Können Sie uns noch einen Ausblick auf weitere Produktentwicklungen geben, die Sie in der Pipeline haben?
In der Pipeline sind noch einige Produkte und Ideen. Ich möchte im Augenblick nur ein Produkt nennen, das sich in der letzten Phase der Produktentwicklung befindet. Wir sprachen vorhin über den Jalousieschrank mit Rollläden, der zwar sehr praktisch ist, da er sich nach oben öffnet und in geschlossenem Zustand auf der Arbeitsplatte stehende Kleingeräte wie Kaffeemaschine oder Toaster verbergen kann, aber zu technisch und unästhetisch aussieht. Wir haben dazu das innovative Öffnungssystem „Libra“ entwickelt und patentieren lassen, was die Vorteile in sich vereint und die Nachteile beseitigt.